Iridium, Thuraya, Inmarsat – Satellitennetzwerk
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Inmarsat – Satellitennetzwerk

Inmarsat hat die Vorwahl +87077.

Das Inmarsat-Satellitennetzwerk wird mit aktuell 14 geosta­tio­nären Satel­liten auf einer Umlaufbahn in 35.786 km Höhe betrieben und stellt Sprach‑, Daten- und Notfall­dienste an Land, auf See und für den Flugverkehr über die Frequenz­bänder L‑Band, Ka/Ku-Band und S‑Band zur Verfügung. Die Verbindung vom Satel­li­ten­netzwerk zum Internet oder Fest- und Mobil­funk­netzen erfolgt über weltweit 11 Boden­sta­tionen und einem zentralen Netzwerk­ma­nagement in London. Aktuell erstreckt sich die Abdeckung zwischen den Polar­kreisen. Mit den für 2022 geplanten Satel­liten GX10A und GX10B werden erstmals auch die Polkappen abgedeckt sein.

Alle Inmarsat-Geräte verfügen über ein einge­bautes GPS-Modul. Bevor sich das Gerät am Inmarsat Satel­liten anmeldet, muss es zunächst seine GPS Position bestimmen. Mit den meisten Geräten ist  damit auch die Tracking­funk­tio­na­lität gegeben und die Position kann auch für Notfall­mel­dungen genutzt werden.

Die aktuell 4 Satel­liten F1- F4 der Generation I‑4 decken folgende Dienste über
L‑Band Frequenzen ab:

  • Sprache
    GSPS (Global Satellite Phone Service) ist der Telefon­dienst für die Satel­li­ten­te­lefone IsatPhone Pro und IsatPhone 2 an Land und auf See.
  • Breitband-Internet
    BGAN (Broadband Global Area Network) ist eine Lösung für mobilen Breitband-Internetzugang und Telefonie auf dem Festland. BGAN HDR und BGAN LINKge­hören auch zu diesen Diensten.

    FleetOne, Fleet­Broadband (FBB), Inmarsat C (GMDSS, SOLAS konform) sind Lösungen für mobilen Breitband-Internetzugang und Telefonie auf See.

    Swift Broad Band ist eine Lösung für mobilen Breitband-Internetzugang und Telefonie in Flugzeugen.
  • Maschi­nen­steuerung
    BGAN M2M (Machine to Machine), IsatData Pro, Isat M2M

Zur Geschichte von Inmarsat

Inmarsat ging 1979 aus der Initiative INterna­tional MARitime SATellite Organiz­ation der Inter­na­tio­nalen Seeschiff­fahrts Organi­sation IMO (Organi­sation maritime inter­na­tionale) zur Verbes­serung der zivilen (Sicherheits-) Kommu­ni­kation auf See hervor, insbe­sondere zur Versorgung in Regionen, die nicht durch Kurz- oder Mittel­welle abgedeckt waren.

Zunächst wurden gemietete Satel­liten verwendet, ab 1983 dann nur noch eigene Satel­liten. 1984 änderte sich die Namens­gebung in Inter­na­tional Mobile Satellite Organiz­ation, 1999 wurde die Organi­sation als Inmarsat plc mit Sitz in London priva­ti­siert und der IMSO (Inter­na­tional Mobile Satellite Organiz­ation) unter­stellt. Seit 2005 ist das Unter­nehmen börsen­no­tiert. 2019 wurde die Inmarsat Gruppe von Connect Bidco Limited, regis­triert auf Guernsey, übernommen.